Zuneigung oder Anziehungskraft?
Am Anfang einer Beziehung dreht sich alles um die Anziehungskraft. Immer wieder stellen Frauen die eine Frage: „Woran erkenne ich, dass er etwas von mir will?“ Es gibt natürlich Tricks, wie Du Deine Anziehungskraft auf Männer geradezu unheimlich verstärken kannst. Das bringe ich Dir natürlich auch bei.

Hier geht es aber um die innere Einstellung dazu. Nur, wenn Du innerlich weißt, wohin das Ganze führen soll, wirst Du Deine Wirkung richtig dosieren und einsetzen können.
Der Prozess der Anziehung ist zweigeteilt
Erstens die rein biologische Anziehung. Da sprühen die Pheromone, da wird hemmungslos mit allem, was Männer anzieht geflirtet. Das ist völlig normal und nur so funktioniert das mit der Partnersuche überhaupt. Das ist Biologie in Aktion.
Der zweite Teil der Anziehung ist dann der Wesensmäßige. Nur weil die Biologie Funken sprühen lässt, heißt das nicht, dass ihr beide auch wesensmäßig zusammengehört. Das hast Du sicherlich schon mal erlebt oder kennst mindestens eine Frau, bei der sich das leidenschaftliche Feuer nur allzu schnell ausgebrannt hat.
Wenn Der Mann sich Dir nähert und klar ist, dass er auf Dich angesprungen ist, und auch der Begriff ist von mir präzise gewählt worden: Angesprungen, denn noch ist nicht mehr passiert! Der Mann springt am Anfang auf bestimmte weibliche Reize an. Es ist nun Deine Aufgabe in Dich hineinzuhorchen und herauszufinden, ob Du ihm gegenüber Zuneigung empfindest. Das dauert in der Regel mindestens 2-4 Wochen, je nachdem, wieviel Zeit ihr miteinander verbringen könnt.
Jetzt wird es etwas abstrakter: Es ist ein großer Unterschied, ob man eine Beziehung damit anfängt, dass man die Person ZU sich ZIEHEN möchte d. h. dass man etwas von der Person haben möchte, wie bspw. Aufmerksamkeit oder Bestätigung oder ob man sich zu der Person hingezogen fühlt. Ja, weibliche Energie ist die anziehende bzw. rezeptive Energie, jedoch gibt es auch da einen sehr feinen energetischen Unterschied. Oder ob man ein Gefühl der Zuneigung für die Person entwickelt hat.
Jemanden ziehen wollen hat eine Energie der Anstrengung, der Beeinflussung. Man möchte aktiv die Person zu etwas bewegen. Zuneigung ist einfach. Zuneigung fühlt sich weich an und ist voller Vertrauen. Man versucht in diesem Zustand nichts zu beeinflussen und zu manipulieren. Zuneigung freut sich über das, was der andere gibt und ist damit sozusagen selig.
Man kann nur Zuneigung für jemanden entwickeln, der „stabil und da“ ist. Für jemanden, der emotionalen und körperlichen Halt bietet. Einer der Parameter für eine glückliche, dauerhafte Beziehung ist UNTERSTÜTZUNG. Nur wenn jemand einen stützt kann man sich soweit zu-neigen, dass man sich anlehnt, sonst würde man fallen! Das Gefühl „fallengelassen“ worden zu sein kommt daher, dass die Person für die man Zuneigung empfunden hat, nicht ihren Teil erfüllt hat und die gegenseitige Unterstützung, wo vermutet, ausblieb. Bei gegenseitiger Zuneigung ist man bereit sich gegenseitig zu stützen, sich zu unterstützen und wenn es hart auf hart kommt auch mal ganz zu tragen.
Eine Beziehung auf dem Gefühl „Ich will unbedingt diese Person“ aufzubauen, MUSS scheitern. Wollen hat mehr mit Woll-Lust und sexuellem Trieb sowie einem schwachen Selbstwertgefühl zu tun und versucht von der Person etwas zu bekommen. Wenn jemand einen „will“, dann ist das vielleicht im ersten Augenblick ein nettes Kompliment, weil die Person einen dadurch wissen lässt, dass man das Zeug dazu hat, dass die Person sich durch etwas, was man selbst hat, besser fühlen wird. Auf menschlicher Ebene bedeutet „wollen“, dass die Person einen benutzt, um sich selbst besser zu fühlen. Besonders Narzissten „wollen“ Dich sehr stark am Anfang einer Beziehung. Das kann Dir gerne schmeicheln, aber mehr sollte es nicht sein. Ich persönlich möchte inzwischen nicht mehr, dass ein Mann mich „will“. Wie bereits erklärt ist natürlich im ersten Schritt das Wollen die Voraussetzung für eine weitere Annäherung.
Im weiteren Verlauf ist das gegenseitige Gefühl der Zuneigung oder dessen Abwesenheit, ein guter Indikator dafür, ob es eine rein sexuelle Begegnung, eine dysfunktionale Beziehung oder eine glückliche und dauerhafte Partnerschaft wird. Wie Du das Gefühl von Zuneigung bei einem Mann am Verhalten erkennen kannst, erfährst Du später, wenn es um Flirtsignale geht. Du merkst Dir bitte bei diesem Abschnitt einfach: Zuneigung zu einem Mann zu entwickeln braucht Zeit! Deshalb ist es wichtig, dass Du es langsam angehen lässt. Auch wenn es hart klingt: Mindestens 4 Wochen kein Sex! Wenn Ihr Euch nur 1x in der Woche trefft, dann sogar doppelt so lange!




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